Mit seinem szenischen Rollendebüt als Prinz in Dvorak "Rusalka" bei den Salzburger Festspielen ergänzt Piotr Beczala sein Bühnenrepertoire um eine weitere zentrale Partie nachdem er schon Anfang dieses Jahres sein sensationelles Rollendebüt als Riccardo in Verdis "Un ballo in maschera" an der Berliner Staatsoper feierte, für das er sowohl vom Publikum als auch von der Presse enthusiastisch gefeiert wurde. In den letzten Jahren hat er mit ebensolchem Erfolg an mehreren der führenden Opernhäuser der Welt debütiert (Metropolitan Opera New York, Mailänder Scala, Bayerischen Staatsoper München, Teatr Wielki Warschau, u. a.) sowie an zahlreichen weiteren Bühnen gastiert (Wiener Staatsoper, Salzburger Festspiele, Deutschen Oper Berlin, Oper Zürich, Royal Opera House Covent Garden London, San Francisco Opera sowie in Bilbao und Tokio). Vor allem mit den Titelpartien in Massenets "Werther" und Gounods "Faust", als Alfredo in Verdis "La Traviata", Duca di Mantova in "Rigoletto", Riccardo in "Un ballo in maschera", Edgardo in Donizettis "Lucia di Lammermoor", Don Ottavio in Mozarts "Don Giovanni" und als Lenski in Tschaikowskijs "Jewgenij Onegin" hat sich Piotr Beczala als ein Hauptrepräsentant im lyrischen Tenorfach weltweit etabliert. In der Saison 2008-2009 wird er als Edgardo, Duca und Lenski an der New Yorker Met zu hören sein, als Rodolfo in Puccinis "La Bohème" in San Francisco und München, als Faust in Wien, Riccardo in Berlin, als Duca und Alfredo in Zürich sowie mit Verdis "Requiem" in London und Birmingham. Darüber hinaus wird er bei seinem Debüt am Madrider Teatro Real erstmals die Titelpartie in Berlioz' "Damnation de Faust" übernehmen.
Piotr Beczala sang und singt u. a. an folgenden Theatern: De Nederlandse Opera Amsterdam, Théâtre Royal La Monnaie Brüssel, Opéra National de Paris, Bilbao Opera, Oper Köln, Hamburgische Staatsoper, Oper Frankfurt, Deutsche Oper Berlin, Staatsoper Unter den Linden Berlin, Wiener Staatsoper, Oper Zürich, Grand Théâtre du Genève, Teatro Comunale di Bologna, Megaron Athen, Teatr Wielki Warschau, Royal Opera House Covent Garden London, San Francisco Opera und Metropolitan Opera New York. Weiters führen ihn Gastspiele regelmäßig zu den internationalen Festspielen: Salzburger Festspiele, Wiener Festwochen, Klangbogen Festival Wien, Styriarte Graz, Kissinger Sommer, Zürcher Festspiele, Lucerne Festspiele, Festival de Montpellier, u. a. Konzertverpflichtungen führen ihn in die Berliner Philharmonie, die Münchner Philharmonie im Gasteig und den Herkulessaal, in den Wiener Musikverein, das Wiener Konzerthaus, die Zürcher Tonhalle, das KKL Luzern, den Amsterdamer Concertgebouw, in das Moskauer Tschaikowskij-Konservatorium und in die Severance Hall in Cleveland.
Piotr Beczalas Bühnenrepertoire bezieht sich nahezu ausschließlich auf die Fachpartien des lyrischen Tenors: Alfredo ("La Traviata"/Verdi), Duca di Mantova ("Rigoletto"/Verdi), Riccardo ("Un ballo in maschera"/Verdi), Edgardo ("Lucia di Lammermoor"/Donizetti), Rodolfo ("La Bohème"/Puccini), "Werther" (Massenet), "Faust" (Gounod), Prinz ("Rusalka"/Dvorak), Lenski ("Jewgenij Onegin"/Tschaikowskij), Vaudémont ("Jolanta"/Tschaikowskij), Jenik ("Prodana Nevesta"/Smetana), Pasterz ("Krol Roger"/Szymanowski), Tamino ("Die Zauberflöte"/Mozart), Don Ottavio ("Don Giovanni"/Mozart), Orombello ("Beatrice di Tenda"/Bellini), Italienischer Sänger ("Der Rosenkavalier"/R. Strauss) und Camille de Rosillon ("Die lustige Witwe"/Lehár). Zukünftige Rollenaufgaben beziehen sich u. a. auf die Titelpartien in "La damnation de Faust" (Berlioz), "Roméo et Juliette" (Gounod) und "Les contes d'Hoffmann" (Offenbach).
In Südpolen geboren absolvierte Piotr Beczala seine Studien in Kattowitz; zu seinen Lehrern zählten Jan Ballarin, Pavel Lisizian, Sena Jurinac und Dale Fundling. Nach seinem ersten Engagement als Ensemblemitglied des Linzer Landestheaters wechselte er 1997 an die Oper Zürich, an der er neben bereits genannten Rollen auch zahlreiche weitere Partien übernahm: Tristan ("Le Vin Herbé"/Martin), Stewa ("Jenufa"/Janacek), Synodal ("Der Dämon"/Rubinstein), Walther von der Vogelweide ("Tannhäuser"/Wagner), Arnim von Grübben ("Simplicius"/Joh. Strauß), Matteo ("Arabella"/R. Strauss), Elvino ("La Sonnambula"/Bellini) und Belmonte ("Die Entführung aus dem Serail"/Mozart). Anschließend an sein festes Engagement an der Oper Zürich blieb und bleibt Piotr Beczala diesem Haus eng verbunden.
Sein breit gefächertes Konzertrepertoire reicht von Mozarts, Cherubinis und Schuberts Sakralwerken sowie Haydns Oratorien über Beethovens "Missa Solemnis", Schumanns "Paradies und die Peri", Rossinis "Stabat Mater" und "Petite Messe Solennelle", Berlioz’ "Roméo et Juliette" und "Requiem", Bruckners "Te Deum", Dvo?áks "Stabat Mater" und "Requiem" und Brahms' "Rinaldo" hin bis zu Verdis "Messa da Requiem" sowie Mahlers "Das Lied von der Erde" und "Das klagende Lied".
In Konzert und Oper sang Piotr Beczala unter zahlreichen namhaften Dirigenten: Gerd Albrecht, Ji?í B?lohlávek, Maurizio Benini, Bertrand de Billy, Michael Boder, Ivor Bolton, Richard Bonynge, Frans Brüggen, Semyon Bychkov, Sylvain Cambreling, Paolo Carignani, Sir Andrew Davis, Edo de Waart, Plácido Domingo, Vladimir Fedosejev, Ivan Fischer, Patrick Fournillier, Michael Gielen, Carlo Mario Giulini, Hartmut Haenchen, Nikolaus Harnoncourt, Philippe Herreweghe, Marek Janowski, Mariss Jansons, Philippe Jordan, Michail Jurowski, Vladimir Jurowski, Ton Koopman, Zubin Mehta, Ingo Metzmacher, Riccardo Muti, Kent Nagano, Renato Palumbo, Antonio Pappano, Trevor Pinnock, Donald Runnicles, Nello Santi, Peter Schneider, Martin Sieghart, Christian Thielemann, Marcello Viotti, Franz Welser Möst und Alberto Zedda. Im Rahmen zukünftiger Engagements wird er auch mit James Levine und Nicola Luisotti zusammenarbeiten.
Auf CD ist Piotr Beczala in folgenden Aufnahmen zu hören: Mozarts "Die Entführung aus dem Serail" ('Oehms Classics'), Dvo?áks "Svatá Ludmila" ('Orfeo'), "Simplicius" ('Emi'), Offenbachs "Die Rheinnixen" und Szymanowskis "Król Roger" ('Accord'), Tschaikowskijs "Jolanta" ('Relief'), Verdis "La Traviata" ('Farao Classics'), Berlioz’ "Roméo et Juliette" (Edition ‘Hänssler'), Lehárs "Das Land des Lächelns" ('CPO') sowie auf einer Solo-CD mit Liedern von Karol Szymanowski ('Channel Classics') und im CD-Mitschnitt der Berliner Aids-Gala 2007 ('RCA').
Piotr Beczalas erstes Rezital "Salut" mit französischen und italienischen Arien wurde 2008 von 'Orfeo' veröffentlicht und von der internationalen Presse mit größter Anerkennung bedacht.
Auf DVD liegen Aufzeichnungen der Zürcher Produktionen von "Simplicius", "Die lustige Witwe", "La Traviata" und "Rigoletto" (alle 'Arthaus'), "Die Zauberflöte" ('TDK'), "Die Entführung aus dem Serail" ('Bel Air Media') und "Don Giovanni" ('EMI') vor, von den Salzburger Festspielen 2004 bzw. 2006 "Der Rosenkavalier" ('TDK') und "Don Giovanni" ('Decca'), aus der Opéra National de Paris "Die Zauberflöte" ('TDK') und aus der Deutschen Oper Berlin die Aids-Gala 2007 ('Arthaus').
August 2008